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Wegen schlechter Sicht am frühen Morgen kommt es auf der Staatsstraße zwischen Hainsfarth und Oettingen zu einem Zusammenstoß eines Autofahrers mit einem Zug.
Ein Unfall hat sich am Mittwoch gegen 6 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Hainsfarth und Oettingen ereignet. Ein 38-jähriger Mann befuhr diese mit seinem Kleintransporter von Hainsfarth kommend in Richtung Oettingen, Richtung B466. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel. An dem dort befindlichen unbeschrankten Bahnübergang nahm der Fahrer laut Angaben der Polizei einen herannahenden Zug nicht rechtzeitig wahr und konnte trotz eingeleiteter Vollbremsung seinerseits einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern.
Wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion berichtet, fuhr der Zug zu diesem Zeitpunkt bereits über den Bahnübergang. Der Fahrer des Transporters sei wohl im Verkehrsfluss gewesen, wie schnell er gefahren sei, könne sie nicht sagen, so die Sprecherin. Der Fahrer sei mit der Front des Kleinlasters seitlich in den Zug hineingefahren. Erst kurz vor der Kollision habe der 38-Jährige den Zug wahrgenommen und gebremst, sei aber schon zu nah dran gewesen. Das Auto fuhr in den mittleren oder hinteren Teil des Zuges hinein.
Der 29-jährige Lokführer bemerkte den seitlichen Zusammenstoß mit dem Kleintransporter nicht, weil er mit der Lok schon am Kreuzungsbereich vorbeigefahren war. Er setzte seine Fahrt bis Nördlingen fort, heißt es im Polizeibericht. In Nördlingen konnten Schäden an den betroffenen Waggons festgestellt werden.
Der 38-jährige Unfallverursacher wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Es entstand ein Gesamtsachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich, zwischen 40.000 und 60.000 Euro, so die erste Einschätzung der Sprecherin. An dem Kleintransporter des 38-Jährigen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Er war nicht mehr fahrfähig und musste abgeschleppt werden.
An den Bahngleisen und dem Bahnübergang selbst entstand kein Schaden. Der betroffene Bahnübergang ist unbeschrankt und unbeleuchtet, es gebe kein rotes Blinklicht. Lediglich die Verkehrszeichen (Andreaskreuz) seien reflektierend. Nach Angaben der Sprecherin handle es sich ja eigentlich um eine Staatsstraße außerhalb geschlossener Ortschaften, aber aufgrund der Gefahrenstelle sei die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich deshalb auf 50 km/h beschränkt. Grundsätzlich gelte: Wenn die Sicht derart eingeschränkt sei, müsse man sich an eine Gefahrenstelle wie einen unbeschrankten Bahnübergang langsam herantasten: „In dem dem Fall ist es glimpflich ausgegangen, doch das kann auch dumm ausgehen. Er hat Glück gehabt.“
Bericht: Rieser Nachrichten, Bilder: Freiwillige Feuerwehr Oettingen i.Bay.